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Die Ruhe des Welt-Ichs, die "bürgerliche"
Ruhe des Lebens tritt dort ein, wo sich
nichts mehr bewegt.
Die Ruhe des Wesens und des in ihm zum
Offenbarwerden drängenden LEBENS
tritt dagegen dort ein, wo nichts mehr die
Bewegung des Lebens unterbricht.
Dass aber die Verfassung, um die es in
aller Übung und Meditation geht, kein
"Angekommen - sein" darstellt, sondern
ein "Auf - den - Weg - gekommen -
sein", ist keineswegs etwas
Selbstverständliches; denn großen
Zulaufs erfreuen sich die falschen
Propheten und "Meister", die dem in der
Welt verunruhten Menschen billige Ruhe
versprechen. Damit aber betrügen sie ihn
um den Sinn seiner Unruhe, die aus dem
Verwandlungswillen des Wesens stammt. Karlfried Graf Dürckheim